Besondere – Bildhauer des Monats

 

POMPEO DE PELLEGRIN

Peo

Die erste Begegnung von Pompeo De Pellegrin, 1968 in Belluno geboren, mit den traditionellen Karnevalsmasken aus der Val Zoldana fand im Jahr 1990 statt, als in Fornesighe die Tradition der „gnaga“ mit der Unterstützung des Historkers Gianni Secco wieder auflebte. Wegen der starken Auswanderung aus der Val Zoldana nach Deutschland in den 60er Jahren wäre die Karnevalstradition fast ausgestorben. Die Masken, die in der Neuauflage des Karnevals verwendet wurden, waren aus Plastik oder ähnlichen günstigen Materialien. Doch die Erinnerungen am traditionellen Karneval sowie die Suche nach Authentizität führten bald zur Wiederentdeckung der Holzmasken.

Der Verein „Il Piodech Zoldan“ wurde 1999 gegründet mit dem Ziel, den traditionellen Karneval von Fornesighe, auch unter dem Namen seiner Hauptfigur, der „gnaga“ bekannt, wieder ins Leben zu rufen und einen Wettbewerb um die beste Holzmaske zu organisieren. Am Wettbewerb nahmen zunächst nur lokale Schnitzer – darunter natürlich auch Pompeo – teil, der Erfolg der ersten Jahre zog aber immer mehr begeisterte Künstler und Interessenten an. Pompeo war von Anfang an einer der begeisterten Mitglieder des Vereins und nimmt jedes Jahr am ersten Sonntag im Februar am Maskenwettbewerb teil.

2002 wurde er an der Veranstaltung „Su la maschera!“ in Tarcento eingeladen, ein Symposium von Holzschnitzern zu Bekanntmachung vom Grundelement der Karnevalstradition der Alpenregionen, die Holzmaske. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden die Grundlagen eines neuen Vereins, „Consorzio dei Mascherai Alpini“, geschaffen.

Seitdem hat Pompeo an zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen teilgenommen, darunter in Mamoiada, Sardinien und in Dortmund, wo seine Masken im Rahmen der „Italienischen Woche“ ausgestellt worden sind.

Großer Bergbegeistert ist er auch Mitglied von CAI und veröffentlicht regelmäßig Fotos seiner Wanderungen in den Dolomiten auf seiner Facebook-Seite. Kürzlich ist er als Komparse in einem Film aufgetreten, der in seinem Dorf gedreht worden ist.

Seit 2002 nimmt er regelmäßig am Symposium „Mascherai Alpini“ teil, das jedes Jahr an unterschiedlichen Orten in den Alpenregionen Italiens, Österreichs und Sloweniens stattfindet.
Seine Masken sind in Privatkollektionen in Venetien, Friaul, Südtirol, Deutschland, Portugal und Brasilien zu finden.

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